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Sie nennt sich selbst eine zufällige Songwriterin. Sie schätzt diese sehr freie Art zu arbeiten, das relaxte. Die Motivation ist auschlaggebend, nicht die Kosten, sonst wird sie schnell nervös. Und sie singt einen Song nie mehr als zweimal im Studio, sonst verliert sich das Gefühl, die Stimmung.

Gesungen hat sie immer. Von 6 bis 14 Jahren in Island im Chor, dann auf der Opernschule. Bei Ihrer Liebe zu klassischer Musik macht das Sinn. Und als Halbitalienerin hat man schließlich eine gewisse Verpflichtung.

Ihre Wurzeln sind weit verzweigt. Biografisch durch den italienischen Vater, ihre isländische Mutter und eine weitverstreute Verwandtschaft in ganz Europa. Musikalisch durch Papas Vorliebe für italienische Popmusik, Mamas Neigung zu Staubsauger-kompatiblen Klängen, Großvaters Faible für Dixieland und - natürlich – die große Affinität der italienischen Verwandten zur Oper. Nicht zu vergessen das Düstere der klassische nordeuropäischen Schlaflieder und die Dramatik der neapolitanischen Musik. Dazu noch das, was ein Teenager in den 80ern üblicherweise eben auch so hört.

Das Resultat sind ein spezieller Gemütsmix, überdurchschnittliche Sprachkenntnisse in Deusch, Englisch, Italienisch, Isländisch – und eine Musik, die sich immer wieder anders anhört.

Miriam Bräutigam

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